Blog

Back to overview

SSD und die Kaffemaschine

Norbert Benz    31.10.2014   SSD, Produktivität, Performance


Dank Solid-State-Drives starten PCs schneller auf. Darunter leidet die Bürokommunikation.

Es gibt Moore’s Law und es gibt Wirth’s Law. Moore sagte 1965 voraus, dass sich die Anzahl Transistoren auf einem Halbleiter-Chip alle 18 bis 24 Monate verdoppelt. Wirth hielt 1995 dagegen, dass die Komplexität der Software diese Entwicklung mehr als kompensiert. Es hatten wohl beide recht: Zwar verdoppelt sich die Rechenleistung tatsächlich mehr oder weniger konstant, aber zumindest gefühlt wurden die Applikationen nicht wirklich schneller. Vor allem das Startprozedere von PCs dauert viel zu lange, erst recht wenn sie schon ein/zwei Jahre auf dem Buckel haben.

Darunter leidet zwar die Produktivität, aber dafür floriert die zwischenmenschliche Kommunikation: Während am Morgen der PC startet wandert man an die Kaffeemaschine und schwatzt dort mit Leidensgenossen über Gott und die Welt und manchmal wird sogar ein technisches Problem gemeinsam gelöst. Damit ist es jetzt vorbei – zumindest bei Aspectra. Seit wir in unseren PCs SSDs (Solid-State-Drive) installiert haben starten sie wie der Blitz, obwohl sie zum Teil über 5 Jahre alt sind.

Moore’s Law in Ehren, aber der Flaschenhals ist heutzutage nicht mehr der Prozessor, sondern die Festplatte.

Weiterführende Links:
Moore’s Law: http://computer.howstuffworks.com/moores-law.htm
The great Moore's law compensator (TGMLC) (bloating): http://en.wikipedia.org/wiki/Moore%27s_law
What Intel Giveth, Microsoft Taketh Away: http://exo-blog.blogspot.ch/2007/09/what-intel-giveth-microsoft-taketh-away.html
A Plea for lean Software: http://cr.yp.to/bib/1995/wirth.pdf



0
0



Leave us a comment: