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Wie reagieren Systems Engineers im ÖV-Chaos?

   10.03.2014   Katastrophe , Incident


Auch Systems Engineers sind Menschen und haben ein Leben ausserhalb von Rechenzentren und jenseits von Tastaturen. Aber wenn sie auf dem Weg ins Wochenende in einen totalen Bahnstillstand geraten, reagieren sie ein bisschen anders als andere Menschen.

Am 7. März kam der Bahnverkehr zwischen Zürich und Winterthur von 17:30 bis 19:30 vollständig zum Erliegen. Zehntausende Pendler strandeten an diversen Bahnhöfen. Betroffen waren unter vielen anderen auch sechs Mitarbeitende der aspectra: Zwei waren in einem Zug, der in Effretikon stand, einer musste in Wallisellen aussteigen, einer in Dietlikon umsteigen, einer war auf dem Weg zum Bahnhof und einer war noch am Arbeitsplatz.

Obwohl es ein Incident ohne Bezug zur IT war, begegneten ihm unsere Systems Engineers instinktiv wie einem IT-Notfall: Zuerst wurde ein Chat geöffnet und alle Betroffenen informiert. Dann wurden die Meldungen über das Ausmass des Incidents und die Positionen der Betroffenen gesammelt. Da Ursache und Behebung des Incidents nicht in den Händen der Betroffenen lag, wurden im Chat als nächstes Workarounds diskutiert. Entsprechend den unterschiedlichen geographischen Positionen der Gestrandeten fuhr einer mit dem Bus nach Nürensdorf und kaperte das Auto der Schwiegereltern, zwei fuhren über Bülach und nahmen dort den Sonderzug der SBB nach Winterthur, einer arbeitete länger und fuhr dann auch über Bülach und zwei organisierten einen Privattransport mit dem VW-Bus eines Bekannten.

Dank der Koordination und dem hohen Kommunikationsrhythmus der Betroffenen konnte jeder für sich die beste Lösung wählen. Um 20:00 war der letzte zu Hause obwohl sich der Verkehr erst um 23:00 wieder normalisierte.

Weiterführende Links:
Worauf kommt es bei einem IT-Grossereignis an? 4 Tipps



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