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Ist Kotlin das bessere Java?

   11.03.2020   Entwickler, Java, Open Source


Kotlin rückt Platzhirsch Java auf die Pelle: Die junge Programmiersprache erfreut sich in Entwicklerkreisen immer grösserer Beliebtheit. Dafür gibt es viele gute Gründe. 


Wie reagiert man als Entwickler auf Trends? Programmiersprachen gibt es wie Sand am Meer, jede davon für Software Development zu nutzen ist unmöglich. Man muss sich also gut überlegen, welche man lernen will. Eine sichere Wette, weil immer mehr etabliert, scheint Kotlin zu sein. Als Entwickler kommt man heute fast nicht um die Programmiersprache aus dem Hause Jetbrains herum. Die wachsende Popularität von Kotlin ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Google die Sprache seit Mai 2019 zur App-Entwicklung bevorzugt.

Was ist Kotlin?

Der Name ist eine Anspielung auf Java, jene Sprache, die aktuell immer noch am meisten genutzt wird. Kotlin heisst eine Insel in der Nähe von St.Petersburg. Dort hat Herausgeber Jetbrains einen Teil seines Entwicklerteams stationiert. Wie Java ist Kotlin eine objektorientierte Programmiersprache. Weil man Kotlin in Java, JavaScript und Maschinencode umwandeln kann, ist die Sprache sehr vielseitig und könnte den bisherigen Platzhirsch dereinst ersetzen.

Warum ist Kotlin immer beliebter?

Java ist heute eine der beliebtesten Programmiersprachen, gilt jedoch als unübersichtlich. Zudem treten immer mehr Sicherheitsprobleme auf. Kotlin bietet unter anderem folgende Vorteile:

  • Schlanke, moderne Syntax: Weniger Code = weniger Fehlerquellen
  • Das Nullpointer-Problem wurde gelöst
  • Kein mühsames Abhandeln von Checked Exceptions
  • Kompatibilität mit Java: Duales Arbeiten mit beiden Sprachen in einem Projekt ist möglich.
  • Kotlin ermöglicht einen funktionaleren Programmierstil
  • Open-source seit 2012

Wie geht’s weiter?

Java-Besitzer Oracle versucht den Rückstand aufzuholen und hat deshalb den Release-Zyklus für Java angepasst. Zudem haben sie viele Features, die Kotlin bereits hat, über die nächsten Jahre für Java angekündigt. Es bleibt offen, ob Entwickler nach Einführung dieser Features den Schritt zurück von Kotlin zu Java machen werden, schliesslich wird auch Jetbrains sein Produkt weiterentwickeln. Kotlin gibt es erst seit 2011. Damit ist es fast dreimal jünger als Java. Dementsprechend sind auch die Community und das Wissen, das diese hortet und generiert noch bescheidener. Mit steigender Beliebtheit dürfte sich das aber ändern.

Fazit

Schlanker, schöner, praktischer – im Moment gibt Kotlin gegenüber Java den Takt an. Obwohl Java einige nützliche Features von Kotlin ebenfalls in seine Roadmap aufgenommen hat, sehe ich den Umstieg auf Kotlin als nachhaltigen Schritt. Der Vorsprung ist aktuell gross und Jetbrains wird es nicht versäumen, Kotlin weiterzuentwickeln. So oder so hat man dank einfacher Codeumwandlung beim Umstieg nichts zu verlieren.




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