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You've Got Mail!

Markus Häfeli    19.02.2013   E-Mail, Post, Arbeitstechnik


Die E-Mailbox hat nicht mehr viel mit einem Briefkasten zu tun, der einmal täglich geleert wird. Es ist vielmehr eine Art Prozessorspeicher, mit Befehlen die weitgehend unsere Arbeit steuern. Beim Entwickeln einer Online Applikation stellten wir uns deshalb die Frage, in welchem Umfang der Benutzer über Statusänderungen aktiv informiert werden will.

Sich frei filtern

Der Automatisierung sind technisch praktisch keine Grenzen gesetzt. Applikation, Prozesse, Tools informieren gerne darüber,  was sie gerade gemacht haben. Am Beispiel einer Online Bestellung: Da kommt jeweils ein E-Mail für den Eingang, die Bearbeitung, den Versand, die Bezahlung und  den Abschluss der Bestellung - plus womöglich noch einer Aktualisierung des Bonus-Treue-Super-Rabatt-Punkte-Kontos. Soweit so gut. Die Mails lassen sich ja alle auch durch Filterregeln direkt in einen (runden?) Ordner ablegen. Da fällt dann eben auch die E-Mail rein, wo drinsteht, dass das Produkt nicht geliefert wird, solange ich die letzte Rechnung noch nicht bezahlt habe. – Schade.

Fremdgesteuert...

Auch dieser Blog hier lässt sich abonnieren. Es kommt eine E-Mail, wenn wieder einer von uns ein Mitteilungsbedürfnis hat. Schön. Aber wenn der Empfänger gerade keine Zeit oder Lust hat diesen Blogbeitrag genau jetzt zu lesen, so muss er immerhin den Betreff der E-Mail lesen, die E-Mail löschen, markieren oder verschieben – oder später nochmals darüber stolpern. Eine Zeitung lesen wir dann, wenn wir die Zeit oder die Muse dazu haben und nicht wenn der Redaktor den Text niederschreibt.

...oder selbstbestimmt

Der Mensch passt aber seine Arbeitstechnik den Umständen an. Er ignoriert die Meldungen einfach und informiert sich aktiv. Er überprüft seine Aufgaben (Kundenanfragen, Fehlermeldungen usw.) zeitlich den Anforderungen entsprechend. Er holt sich Informationen zum momentanen Zustand und einen allfälligen Handlungsbedarf selbst bei der Applikation.

Eine Applikation soll zwar:

  • die Möglichkeit bieten sich umfassend benachrichtigen zu lassen,

aber auch:

  • dem Benutzer die Möglichkeit geben, die Benachrichtigung auf ein Minimum zu reduzieren,
  • personalisiert und übersichtlich die Zustände darstellen, wenn er sich selbst aktiv informieren möchte
  • und dann benachrichtigen wenn etwas wirklich Wichtiges passiert.


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