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vSAN Teil 2: Glücksgefühle

Michel Pescatore    08.12.2015   storage, data, Festplatten, Virtualisierung, VMware


Auf Tuchfühlung mit dem ersten, frisch aufgesetzten Virtual SAN oder wie Weihnachten und Ostern zusammenfallen können.

Das Setup

Für unser erstes Virtual SAN 6.0 (vSAN) musste definitiv frische Hardware ran. Fünf neue ESX-Server in der Form von potenten HP Proliant DL380 G9-Maschinen gaben den Rahmen des vSAN-Clusters vor. Ihre acht Disk-Schächte waren uns jedoch schon von Anfang an zu klein und wurden auf sechzehn erweitert, um die zur Verfügung stehenden Festplatten überhaupt schlucken zu können. Vier 900GB SAS 10K-Festplatten (HDD) und eine Solid State Disk (SSD) als Cache ergaben eine Disk Storage-Gruppe, wobei jeder Server zwei solcher Gruppen sein Eigen nennen durfte. Insgesamt wäre sogar ein Ausbau auf maximal acht Festplatten pro Gruppe möglich, wobei jederzeit mindestens zehn Prozent des verbrauchten Festplattenplatzes als Cache zur Verfügung stehen sollte.

Die Erfahrung

Der Zusammenbau ging klaglos über die Bühne und auch die Inbetriebnahme sowie die Konfiguration liessen keinen Grund zur Sorge aufkommen. Wer sich schön an die Anleitung hält, hat in kürzester Zeit ein laufendes vSAN in der Hand, mit dem sich allerlei Schabernack in Form von potentiellen Ausfall-Szenarien treiben lässt. Ob einfachere Verluste von diversen HDD- & SSD-Kombinationen oder unerwartete Ausfälle kompletter Hosts, kein realistisches Szenario brachte das vSAN wirklich aus der Ruhe.
Diese nerdige Form der Unterhaltung dient jedoch nicht hauptsächlich der Erheiterung des technikaffinen Ingenieurs, sondern vermittelt ihm vielmehr ein gutes Gefühl für die technischen Möglichkeiten des vSAN; respektive die „Dos and Don’ts“ während des vSAN-Betriebs. Der wichtigste Punkt dabei ist, das Szenario gut zu verstehen: Was ist geschehen, was sind die Auswirkungen und wie kann das Problem wieder gelöst werden? Sehr hilfreich während diesen Tests ist es auch, das erwartete Verhalten mit dem tatsächlichen zu vergleichen, um zukünftige, böse Überraschungen zu vermeiden.

Die Euphorie

Dieser Blog-Eintrag ist eher klein, die Euphorie beim System Engineer dafür umso grösser. Wenn die täglichen IT-Aufgaben immer so reibungslos vonstattengingen wie diese erste Begegnung mit dem potenten vSAN, wäre das Arbeitsleben schon fast ein Zuckerschlecken oder eben wie Weihnachten und Ostern zusammen.

Stay tuned! Der abschliessende, dritte Teil wird sich mit den Performance-Daten und Erfahrungen im laufenden Betrieb befassen.

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