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IPv6: Der erste Schweizer Kanton seit einem Quartal live

Michel Pescatore    21.05.2015   IPv6, network, Connectivity , e-Government


Als allererster Kanton der Schweiz bietet der Kanton Zürich seine Dienste und Informationen auch unter IPv6 an - und dies schon seit Januar 2015 .

Stagnation

War die Schweiz bis Anfangs 2014 weltweit in der IPv6-Einführung noch federführend, geriet hierzulande im letzten Jahr die Expansion des neuen Internetprotokolls etwas ins Stocken. Mit knapp 40% einsam an der Spitze befindet sich zurzeit Belgien, dessen Internetprovider standardmässig auf IPv6 umgestellt haben. Dahinter folgen im Europäischen Raum Deutschland mit 20%, Luxembourg mit 14% und Norwegen mit 11%. Die Schweiz befindet sich nun mit gut 10% auf dem 5. Platz (weltweit Platz 9).

Situation

Gemäss der aktuellen IPv6-Statistik von Google verdoppeln sich zurzeit in etwa die weltweiten Zugriffszahlen über das neue Internetprotokoll im Jahresrhythmus. Wer sich diesem Trend anschliessen möchte, ist in der Schweiz mehrheitlich immer noch auf reine Business-Angebote, auf externe Tunneling-Dienste oder als Privatkunde auf die Swisscom angewiesen. Die restlichen Internet-Provider halten sich im Generellen leider noch vornehmen zurück.

Progression

Dennoch gibt es auch Licht am Ende des Tunnels: Der Kanton Zürich bietet seit Mitte Januar 2015 mit der aspectra AG seine Dienste und Informationen unter www.zh.ch als erste Kantonswebseite überhaupt auch über IPv6 an. Sogar von den Bundesämtern hat dies, abgesehen vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation, bis heute noch niemand geschafft. Über die Wichtigkeit dieses Schrittes wird an der IPv6 Business Conference am 18. Juni 2015 im Übrigen Herr Bruno Sauter referieren, seines Zeichens Direktor des Amts für Wirtschaft und Arbeit im Kanton Zürich.

Quartalsbilanz

Seit der Inbetriebnahme über IPv6 ist ein kleiner, aber konstanter Strom an IPv6-Daten zu verzeichnen (siehe Bild). Die hohen Peaks zeigen übrigens das gesteigerte Interesse an der Webseite des Kantons Zürich kurz von den Wahlen und der Steuerberechnungs-Abgabe.

Dass in der Schweiz wirklich schon knapp 10% mit IPv6 im Internet unterwegs sind, ist schön an den Datendurchsatz-Zahlen im Vergleich zu IPv4 zu sehen, diese haben bei Stichproben jeweils ungefähr ein Verhältnis von 10:1 (IPv4:IPv6).



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