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OpenShift – Neue Technologie, neue Möglichkeiten?

   20.06.2019   OpenShift, Virtualisierung, Container, DevOps, Red Hat, Linux
Cogwheels as symbol for container technology

Die Welt der IT verändert sich rasant. Der Begriff «Container» ist in diesem Kontext erst seit wenigen Jahren bekannt. Kaum hatte man sich als Experte mit Containern vertraut gemacht, wurde die Technologie auch schon weiterentwickelt. Eine neue Form ist OpenShift. Diese Technologie eröffnet uns neue Möglichkeiten und stellt uns vor neue Herausforderungen.


OpenShift ist eine auf Docker, cri-o, Kubernetes, Atomic und OKD basierende Container-Lösung. Sie ermöglicht es komplette IT-Architekturen, wie zum Beispiel Websites, mit Datenbankanschlüssen mit einem einzigen Deployment aufzubauen. Letzteres basiert dabei auf einem einzigen Konfigurationsfile. All das ist mit vielen Softwarelösungen wie beispielsweise httpd, nginx oder mariaDB möglich.

Aufsetzen leicht gemacht

Man benutzt dabei ganz einfach die vorhandenen vordefinierten Templates oder baut sich sein eigenes Konfigurationsfile, auch «YAML-File» genannt. Mit einem Klick initialisiert der User bei OpenShift das Deployment. Nach wenigen Augenblicken ist die eigene Umgebung in einer virtuellen Container-Umgebung, auch Pods genannt, startbereit aufgesetzt. Gefällt einem das Resultat nicht, weil es etwa anders als geplant aussieht, passt man sein YAML-File an und initialisiert es neu. Die Umgebung wird abgerissen und umgehend neu hergestellt. Gefällt einem die neue Umgebung noch weniger, kann man die alte dank der Deployment-History mit nur einem Klick wiederherstellen.

Einfaches Scaling

Nach unzähligen Deployments hat man sein Projekt lanciert und es wurde ein voller Erfolg. Gefühlt die ganze Welt möchte darauf zugreifen… Doch leider kommt der arme Pod mit dieser grossen Last nicht klar. Was nun? Auch dafür bietet OpenShift eine einfache und schnelle Lösung. Ein Klick auf das nach oben zeigende Pfeilchen im GUI reicht und OpenShift erstellt sofort einen zweiten, identischen Pod. Das kann man beliebig oft wiederholen, bis es im wahrsten Sinne des Wortes für die ganze Welt reicht. Weiss man nicht, wie viele Pods nötig sind, hilft die Option «Autoscaling». Diese baut Pods je nach Last auf oder ab. Wofür sollte man also noch im Rechenzentrum mehrere Server für eine einzige Umgebung aufbauen, wenn das auch mit wenigen Klicks geht? Mit OpenShift ist das Ersparnis bei physischen Ressourcen enorm – insbesondere, wenn man sich vor Augen hält, dass jeder Pod einen Server darstellen könnte.

Vielzahl an Möglichkeiten

OpenShift bietet viele weitere Vorteile. Einer davon ist das Autoscaling, die Möglichkeit, zwischen den Versionen zu switchen oder Hardwareressourcen zu sparen. Man könnte sich denken, dass Informatiker langsam überflüssig werden, da sie dank dieser Technologie fast nichts mehr zu tun haben.

Macht das einfache Handling das Wissen von Informatikern tatsächlich überflüssig? «Genau das Gegenteil ist der Fall», erklärt Tanja Gubser, Teamleiterin Linux bei aspectra. «Das Kreieren von grösseren IT-Architekturen bringt grössere Komplexität mit sich. Insbesondere die Konfiguration des Netzwerks und der Sicherheitsmechanismen wird durch OpenShift einiges komplexer.»

Als Junior Linux-Engineer, wie ich es einer bin, macht man sich Gedanken, was alles auf einen zukommen wird und freut sich natürlich auf die neuen Herausforderungen.

Wie OpenShift genau funktioniert und wie Sie als Unternehmen davon profitieren können erklären die OpenShift-Profis von aspectra demnächst im Blog. Ich erwarte mit Spannung, welche Veränderungen OpenShift noch initiieren wird.




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