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Lehrlingsblog: Wie die Firma, so die Arbeitsumgebung

   26.11.2015  


Wie in der kürzlich abgeschlossenen 15 Jahre aspectra-Serie beschrieben, ist die Firma durch dick und dünn gegangen und dabei um ein ganzes Stück gewachsen. Mit ihr auch die Technologie, nicht nur im Server-, sondern auch im normalen Arbeitsumfeld.

Mein erster Auftrag als Lehrling half mir dabei, die Firma und die Mitarbeiter besser kennenzulernen. Ich musste der Arbeitsumgebung der Firma ein kleines Upgrade zu verpassen. Auf Seiten der Software wollten wir unsere Windows 7 Clients auf Windows 8 upgraden, doch dafür brauchten wir bessere Hardware, da die Minimalanforderungen nicht mehr dieselben waren. So kam es dazu, dass wir aus den verfügbaren 4GB RAM, welche wir in den Arbeitsstationen eingebaut hatten, 8GB machten. Damit war aber noch nicht Schluss: aufgrund der langen Startup-Zeiten der Computer, war der Kaffeekonsum am Morgen hoch. Deswegen tauschten wir die alten HDDs durch neue SSDs aus. Einbauen durfte ich diese natürlich höchstpersönlich bei allen PCs in der Firma. So lernte ich jeden Mitarbeiter und seine jeweilige Funktion genau kennen.

Windows 8 vs. Windows 7

Wieso machten wir das überhaupt? Windows 8 bringt im Vergleich zu Windows 7 einige Veränderungen mit sich. Dies fängt schon bei den Kosten an. Die Windows 8 Lizenzen sind um einiges billiger als die von Windows 7. Pluspunkte bietet Windows 8.1 auch in der Sicherheit. Es bringt einen (fast) vollwertigen Virenscanner mit und unterstützt die Funktion Secure Boot, die das booten unsignierter Bootloader verhindert. Diese ist dafür da, um mögliche Schadsoftware fernzuhalten. Auch bei weiteren Funktionen zeigt sich das Windows 8 verbessert: So lassen sich über die „Speicherplätze “ mehrere Festplatten zu einem Laufwerksbuchstaben zusammenfassen. Das integrierte „Windows auffrischen“ sorgt zudem dafür, dass Windows inklusive aller Apps neu installiert wird, ohne dass dabei die persönlichen Dateien und Einstellungen verloren gehen. Natürlich gibt es auch Sachen, welche bei Windows 7 besser waren, wie zum Beispiel, dass viele Funktionen schon bei der „Core“ Version dabei waren. Schlussendlich kann man sagen, dass Windows 8 ein Upgrade ist, welches neue Funktionen, bessere Sicherheit und eine wenig veränderte grafische Oberfläche liefert.

Mehr Arbeitsplätze, neue Bildschirme und neue „G’s“

Mein erster Auftrag war somit abgeschlossen, jedoch hörte die Aspectra danach nicht einfach auf zu wachsen. Es kamen neue Aspectraner hinzu. Das hiess automatisch, dass wir zusätzliche Arbeitsplätze brauchten. Unsere Arbeitsstationen sind in sogenannte G-Versionen (Generationen) aufgeteilt. Von G2 – G5 war alles vorhanden. Die G1 Computer mussten wir aussortieren, da sie trotz Hardware Upgrade nicht Windows 8-tauglich waren. In der Zeit hatten wir schon neue G6 evaluiert. Es dauerte nicht lange und einer unserer Mitarbeiter brachte einen neuen Bildschirm von zuhause mit. Der Bildschirm war Curved und Ultrawide (34 Zoll). So hatte man die doofe Abtrennung von zwei Bildschirmen in der Mitte nicht. Da alle Mitarbeiter scharf auf so einen Bildschirm waren, mit Ausnahme von zwei Personen, wurde schliesslich beschlossen, die ganze Firma mit solchen Schmuckstücken auszustatten. Wenn wir schon umrüsten, dann richtig! Währenddessen trafen wir den Entschluss, mehr Public Arbeitsplätze zu schaffen. Das sind Plätze, welche temporär genutzt werden können. Also bedeutete das automatisch, noch mehr neue PCs, Bildschirme, Tische, Stühle und Headsets zu besorgen. Wieso Headsets? Da uns die Telefone langsam ausgingen, entschieden wir uns dafür, dass die Public Arbeitsplätze in Zukunft nicht mehr mit physischen Telefonen, sondern mit Softphone Clients ausgestattet werden. Dies ist, kurz gesagt, ein virtuelles Telefon. Ich bestellte also die Ware: ca. 30 Bildschirme, ungefähr 10 neue PC’s und dementsprechend die nötige Peripherie. Für die G2er musste man noch Grafikkarten bestellen, da sie sonst nicht imstande waren, die Resolution der neuen Bildschirme zu handeln. Schlussendlich konnte ich mit der Arbeit beginnen. Das Aufsetzen der PC’s fiel mir sehr leicht, da ich ja schon ca. 25 Computer nach Aspectra Standard beim Windows Upgrade aufgesetzt hatte. Die Bildschirme waren spätestens nach dem fünften Mal nichts Spezielles mehr. Um die neuen Tische und Stühle kümmerte ich mich nicht. Schliesslich bin ich Systemtechniker und kein Designer. So glückte mir die ganze Umrüstungsgeschichte und alle sind nun glücklich und zufrieden mit ihren neuen Arbeitsplätzen, fast alle.

Fazit

Man sieht, es braucht eine gute Planung, wenn man so eine grosse Umrüstungsaktion durchführt. Ich habe das vor allem bei den Bildschirmen gemerkt, da ich mich einmal verzählt habe und somit nachbestellen musste. Solche Fehler sind nicht schlimm, jedoch fressen sie unheimlich viel Zeit. Auch sollte man vor dem Bestellen erst mal ein Test-Exemplar organisieren. So haben wir nämlich herausgefunden, dass es noch Grafikkarten für die G2er braucht. Natürlich haben wir auch eine Test-Grafikkarte bestellt, um zu testen ob diese überhaupt funktioniert. Man kann also nicht vorsichtig genug sein bei solchen Umrüstaktionen. Denn kleine Änderungen können grosse Auswirkungen haben.



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