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Lehrlingsblog: Near Field Communication (NFC)

Murteda Al Kaysi    20.07.2016   NFC, Lehrling, Knowhow


Die NFC Technologie ist ein Übertragungsstandard, der sich immer mehr verbreitet. Dies unter anderem, weil er von Google stark gefördert wird. Viele wissen jedoch noch nicht, was damit anzufangen ist. Dieser Beitrag soll das aufklären.

NFC steht für „Near Field Communication“ was so viel wie Nahfeldkommunikation bedeutet. Die Technologie kommt heutzutage mit den neusten Smartphones mit oder sie wird anhand von NFC-Tags (Sticker) gebraucht. Sie denken jetzt vielleicht „Cool und was soll ich jetzt damit?“ oder wussten noch gar nicht, dass Sie sowas auf ihrem Smartphone haben. Ich werde in diesem Blog versuchen, die Technologie etwas genauer zu erklären und anhand von Beispielen zu zeigen, wo man sie überall einsetzen kann.

Schnelle Datenübertragung für kurze Distanzen

NFC ermöglicht es, Daten zwischen zwei Geräten auszutauschen, die einen Abstand von 10 bis 20 cm haben. Die neusten Devices sind heutzutage mit dieser Technologie ausgerüstet und ältere können mit einem NFC Sticker ausgestattet werden. Wird ein Gerät in die Nähe eines programmierten NFC-Tags gebracht, wird die vom Tag bestimmte Anwendung im Gerät aktiv. Mit der Technologie kann man auch leicht Daten wie zum Beispiel Kontaktdaten, Links, Bilder, Videos und noch vieles mehr austauschen. Vielleicht denkt man sich nun „Datenaustauschen kann ich doch mit Bluetooth, für was brauche ich NFC?“ Diese Technik ist nicht als Alternative, sondern als Ergänzung zu Bluetooth gedacht. Hauptsächlich unterscheiden sich die beiden Technologien in der Reichweite, der Übertragungsgeschwindigkeit und in der Funktionsweise des Datenaustausches. NFC kann derzeit bis zu 424 kBit/s übertragen und das auf eine Entfernung von 10–20 cm. Die geringe Distanz gilt grundsätzlich als Vorteil der Technologie, da man durch diese sichergehen kann, mit wem man seine Daten austauscht. Gleichzeitig wird das Klauen von Daten ziemlich schwierig. 

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen dem passiven und dem aktiven NFC-Modus.

Passiver Modus:
Für den passiven Modus sind ein NFC-fähiges Device und ein sogenannter „passiver RFID-Tag“ nötig. Hält man das Gerät in die Nähe eines vorprogrammierten Tags, wird der eingebaute NFC-Chip aktiv und führt die entsprechende Anwendung auf dem Smartphone aus.

Aktiver Modus:
Im aktiven Modus kann mit einem NFC-fähigen Gerät ein Tag ausgelesen, beschrieben oder eine wechselseitige Datenverbindung zwischen zwei NFC-fähigen Geräten hergestellt werden. Jedes Gerät, das über einen NFC-Chip verfügt, kann prinzipiell als Sender oder Empfänger eingesetzt werden.

Da es sich bei NFC um einen Standard handelt, werden auf einem Tag hinterlegte Befehle von jedem NFC-kompatiblen Smartphone verstanden. So bieten sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten:

  • NFC-Tags an Sehenswürdigkeiten: Reiseführer waren also gestern!
  • Bezahlen mit NFC
  • Billet auslesen
  • Eintrittskarten für Events auslesen
  • Screen-Mirroring (Bildschirmübertragung) von Smartphones auf den TV

Interessant sind auch Tags die das eigene Smartphone steuern. Man kann zum Beispiel einen leeren Tag so programmieren, dass wenn man aus dem Haus geht, das W-LAN ausgeschaltet wird oder dass wenn man das Smartphone auf sein Nachttisch liegen lässt, die Wecker Funktion eingeschaltet wird. Ein Startup Unternehmen namens Veridian hat begonnen, hilfreiche NFC-Tags namens Touchables zu verkaufen. Besuchen Sie ihre Seite und lassen Sie sich inspirieren.

Zum letzten Beitrag: Lehrlingsblog: Quadratisch, praktischer Code



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