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Katastrophen und die IT – Ist eine Second Site die Lösung?

   02.11.2012   Desaster Recovery , Katastrophe , Rechenzentrum, Business Continuity, Backup


Ein State-of-the-Art-Rechenzentrum verfügt aber alle möglichen Redundanzen. Doch genügt das, wenn „Sandy“ kommt?


Die Katastrophe

Die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Katastrophe ist zwar gering, doch zeigt der Hurrikan „Sandy“ dass sie passieren. Verschiedene Rechenzentren an der US-Ostküste sind gemäss den obigen Ausführungen realisiert, doch nützte dies in einigen Fällen leider nichts. Im Fall von Datagram konnten die Notfallprozesse nicht umgesetzt werden, weil Wasser im Büro stand und die Stromgeneratoren ausfielen (hier das Protokoll der Ereignisse). Natürlich besteht nicht überall die Gefahr eines Hurrikans, aber egal wie klein die Eintretenswahrscheinlichkeit einer Katstrophe ist, wenn sie da ist, ist sie da.

Die Second Site

Wer also auch beim totalen Ausfall seines Rechenzentrums verfügbar sein will, der braucht eine Second Site. Dabei handelt es sich um eine Kopie der IT-Infrastruktur an einem zweiten Standort. Ein mögliches Konzept besteht darin, die Primary Site mit allen notwendigen Redundanzen zu versehen und die Second Site mit den nur für den Notfall notwendigen Systemen und Anbindungen auszurüsten. Dabei darf durchaus in Kauf genommen werden, dass in der Second Site nicht alle Dienste redundant vorhanden sind. Somit sind in der Second Site keine für den Betrieb aktiven Systeme vorhanden. Natürlich sollte man sich die Second Site auch zu Nutze machen, und diese z.B.  für die Aufbewahrung von Backups einsetzen.

Was bei der Planung und dem Betrieb nicht vergessen werden darf, ist der Mehraufwand für Tests und die Dokumentation sowie die Schulung weiterer und neuer Prozesse sowie der Mehraufwand für die Logistik, da z.B. Ersatzteile an mehreren Orten gelagert werden müssen und längere Anfahrtswege nötig sind.

Fazit

Nur eine Second Site mit einer genügenden Distanz zur Primary Site garantiert die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur im Katastrophenfall. Wird ein reduziertes Setup gewählt, dann liegen die Zusatzkosten im Rahmen. Trotzdem sollte eine Second Site nur bei wirklich geschäftskritischen Anwendungen eingesetzt werden.



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