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Homeoffice für Anfänger

   24.03.2020   Arbeitstechnik, aspectra, hochverfügbar, Infrastruktur, Mitarbeiter


Aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Massnahmen. Darum mache auch ich mein erstes Homeoffice. 


Gestern bin ich noch einmal ins Büro gegangen und habe etwas aufgeräumt. Ich habe aus dem Kühlschrank Lebensmittel entsorgt, liess die Abwaschmaschine laufen und habe Unterlagen zum Mitnehmen aussortiert. Da ich für die gesamte Buchhaltung verantwortlich bin, ist die Frage «Was könnte ich da wohl zu Hause brauchen?» gar nicht so leicht zu beantworten. Jetzt bin ich, wie fast alle, zu Hause «online». 

Wir bei aspectra haben ja vor vier Wochen gemeinsam die Fernarbeit getestet, um sicher zu gehen, dass alles reibungslos funktioniert und alle wissen, wie sie arbeiten können. Jetzt, wo es «live» ist, habe ich dennoch ein sehr komisches Gefühl. Zuhause war ich bis jetzt ja nur, wenn ich frei hatte -  nun muss ich daheim arbeiten. Für alle, die das regelmässig machen, tönt das jetzt vielleicht sehr trivial. Ich bin mich jedoch an Papier, Drucker, Ordner und sonstiges gewöhnt und nun sitze ich hier und habe nur meinen Laptop. Schon fast fühle ich mich etwas alleine. 

Nun ist fast alles installiert, wie es sein sollte und ich bin am Schaffen. Der Kontakt zu den anderen Mitarbeitern fehlt mir aber schon sehr. Man kann nicht einfach schnell zu jemandem rübergehen und etwas gemeinsam anschauen. Der Bildschirm an meinem Laptop ist auch etwas klein, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Noch immer hat es Kunden, die die Rechnung gerne auf Papier per Post hätten, aber da ich keinen Drucker habe, wird das etwas umständlich. Ich kann die Rechnung von Zuhause aus im Geschäft drucken und warten, bis jemand im Büro vorbeigeht und sie dann in ein Couvert stecken und in den nächsten Briefkasten werfen kann. Aber da ich das Büro ja vermisse, kann ich eigentlich auch selber mal hingehen (mit dem Auto natürlich, dann könnte ich auch gleich meinen grossen Bildschirm mit nach Hause nehmen). 

Mit den Kreditoren bin ich ein bisschen gefordert, aber das kriege ich dann vor Ort sicher auch wieder hin. Da geht meine Papierhaufen-, Mäppli- und Ordnertaktik nicht ganz auf. Dafür sitze ich hier direkt am Fenster und kann mich an der Sonne freuen. Ich muss auch nicht zwei Mal pro Tag die Abwaschmaschine ein- und ausfüllen. Zuhause kann das mein Mann machen ;-) Der Arbeitsweg ist natürlich super, vom Schlafzimmer ins Büro. Zum Glück haben wir ja überhaupt die Möglichkeit, Homeoffice zu machen, was viele ja nicht haben.

Mein Fazit: Fast alles ist machbar, man muss nur etwas Fantasie haben!

Aber wir sind wohl alle erleichtert und sehr froh, wenn diese schwere Zeit wieder vorbei ist und der normale Alltag uns wieder hat. 
 



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