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Für euch gibt’s eine aspectra IT-Fitze!

aspectra Schmutzli    06.12.2017   aspectra, Weihnachten, IT-Fitzen


Der aspectra-Schmutzli hat auch 2017 das Jahr hindurch die IT-Branche beobachtet. Ins Samichlaus-Buch hat er notiert, wer brav war und wer doch eher ungezogen. Wir verteilen Fitzen an die unartigsten unter ihnen:


Definitiv gefitzt gehört heuer der Fahrdienst-Vermittler Uber. Dieser wurde gehackt, wobei persönliche Daten von 57 Millionen Benutzern und Fahrern gestohlen wurden. Anstatt ihre Kunden zu warnen und die Behörden zu informieren, hat Uber die Datenpanne über ein Jahr lang verschwiegen und den Hackern erst noch viel Geld bezahlt, damit sie die Daten vernichten – also wirklich so ziemlich alles falsch gemacht, was man in so einem Fall falsch machen konnte.

Eine – vorläufig zwar noch provisorische – IT-Fitze bekommt die US-Telecom-Aufsichtsbehörde FCC (Federal Communications Commission) für ihre Absicht, die von der Obama-Regierung garantierte Netzneutralität weitgehend auszuhebeln. Die in 2015 beschlossenen Vorschriften verbieten es unter anderem den Providern, bestimmte Dienste (wie zum Beispiel jene von Facebook oder Netflix) im Internetverkehr gegen Bezahlung zu bevorzugen und diejenigen, die nicht zahlen, zu bremsen oder gar ganz zu blockieren. Der Entwurf mit dem heuchlerischen Namen «Wiederherstellung eines freien Internets», der am 14. Dezember zur Abstimmung vorgelegt wird will diese Beschränkungen abschaffen. Sollte die Kommission sie tatsächlich aufheben, ist es vermutlich vorbei mit der Netzneutralität …

Dann sind da noch die Kandidaten, die für ihren Leichtsinn im Umgang mit IT auch Fitzen bekommen sollten. Zum Beispiel jene, die:

  • Server direkt und ohne Schutz via RDP im Internet verfügbar machen.
  • Keine adäquate Testumgebung als Pendant zur Produktion betreiben.
  • Ihre Server nicht regelmässig patchen.
  • In einem E-Mail jeden Link anklicken.

Eine weitere, besonders heftige Fitze geht an die Einkäufer von IT-Dienstleistungen, die nur die Kosten drücken wollen. Denkt daran: „You get what you pay for!“

Microsoft und Apple. Ihr lieben. Auch nach über 30 Jahre Koexistenz der beiden vertragen sich deren Rechner und Programme nach wie vor nur bedingt. Ein paar Beispiele? Versuchen Sie mal von einem Mac aus einen Windows Link zu öffnen oder zu versenden. Suchen Sie einmal die DELETE Taste auf Ihrer minimalisierten Mac Tastatur. Und wo ist denn nun schon wieder das „@“-Zeichen oder die eckige Klammer „[“? Zu kompliziert? Arbeiten Sie einmal mit einem Mac auf einem Windows Terminal Server und beantworten Sie obige Fragen! Und falls das noch nicht reicht, installieren Sie einmal Outlook auf Mac und versuchen dieses mit Ihrem Exchange Server zu verbinden ohne dabei Ihren IT-Administrator und Google beizuziehen…

Last but not least sollen auch wir selbst und unsere Kunden nicht ohne Fitzen davonkommen: Die erste geht an jene, die Ihre eigenen Kommunikationsvorschläge nicht befolgen. Die zweite kriegen diejenigen, die innerhalb eines Projektes sehr schlecht miteinander kommunizieren. Die Schnittmenge dieser beiden Gruppen ist übrigens überraschend gross…. Schliesslich bekommen noch alle eine, die mit fortschrittlichen „Gspürschmi“-Scrum-Projekt-Review-Meetings viel Zeit verschwenden und wenig Mehrwert bringen.



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