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Energieschleuder Rechenzentrum?

Kaspar Geiser    17.01.2014   Professional, Rechenzentrum, Energie, Stromverbrauch, Infrastruktur


Ein Beitrag der Sendung Einstein vom 16. Januar 2014 zeigt, dass Rechenzentren viel Strom verbrauchen. Doch die Energiefresser sind nicht die Rechenzentren selber, sondern die Server darin beziehungsweise die Applikationen die darauf betrieben werden. Und diese wiederum nutzen wir alle als Anwender von E-Mail, E-Commerce, E-Banking und so weiter.

Wer soll sparen?

An wem ist es nun, dafür zu sorgen, dass Energie effizient genutzt und der Footprint minimal gehalten wird? Als Rechenzentrumsnutzer, sehen wir dies als unsere Aufgabe  und Verantwortungen an. Konkret bedeutet dies, dass wir als Betreiber von Servern, Speicher und Netzwerkkomponenten darauf achten, dass diese Geräte energieeffizient und wirtschaftlich sind. Dies wiederum bedeutet, dass Hardware eine maximale Laufzeit gegönnt wird. Für Server und Speicher (Disksysteme) ist das in der Regel um die 3 Jahre.

Die wichtigste Massnahme

Vor allem im Bereich von Disksystemen ist die Energieeinsparung beziehungsweise die Kapazitätsvervielfachung nach 3 Jahren enorm. So können mit dem gleichen Strombedarf gut und gerne 3x so viele Daten auf neuen Geräten gespeichert werden. Um auf Stufe Server effizient zu bleiben, ist es ebenfalls notwendig die Hardware regelmässig zu erneuern. Was jedoch einen noch viel höheren Stellenwert hat und entsprechende Effizienzsteigerungen ermöglicht, ist der Einsatz von Virtualisierung. Dadurch können auf einem „Blech“ mehrere logische Server betrieben werden.

Der Businesscase

Obige Massnahmen sind jedoch nur umsetzbar, wenn der Dienstleistungsanbieter in der Service- und Produktegestaltung entsprechend darauf ausgelegt ist. D.h. dass Hardwarekosten konsequent auf 3 Jahre abgeschrieben oder dass im Fall einer Monatspauschale für Hardware diese automatisch nach 3 Jahren ersetzt wird. Durch die konsequente Durchsetzung obiger Grundsätze ist der Stromverbrauch für unsere Infrastruktur seit Jahren konstant, obwohl sich Anzahl Systeme in den letzten Jahren mehr als verdoppelt hat.

Siehe auch:

Professional-Computing 3-2012
Einsteinbeitrag zu Rechenzentren vom 17. Januar 2014

 



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