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Die Cloud schwebt Uber uns

   09.03.2017   Cloud, Sicherheit


Zugegeben, ich habe auch schon bessere Wortwitze gemacht. Allerdings lassen sich durchaus Gemeinsamkeiten zwischen Uber und der Cloud feststellen. Welche das sind, lesen Sie in diesem Blog.

Uber und die Cloud erfreuen sich heutzutage grosser Beliebtheit vonseiten der Kunden. Es herrscht sogar ein regelrechter Hype um diese Dienstleistungen. Alle Daten in der Cloud zu speichern, Services nur noch cloudbasiert anbieten und einen Uber per App anzufordern statt in der Taxizentrale anzurufen, sind Trends, die ganze Branchen auf den Kopf gestellt haben.
Die Gründe dafür sind offensichtlich. Beide sind praktisch, zeitsparend und günstig. Was dabei aber leicht vergessen geht: Das ist teilweise mit Qualitätsverlust und Unsicherheiten verbunden.

Unsicherheit als zentrales Stichwort

Genauso wie man bei der Cloud nicht weiss, wo die eigenen teilweise sensiblen Daten gespeichert werden, ist bei Uber beispielsweise nicht klar, wie gut und ob die Fahrer überhaupt versichert sind. Auch im Fall eines Unfalls respektive eines Datenverlusts gibt es immer noch Unklarheiten. Sowohl Uber als auch diverse Cloud-Anbieter haben ihre Sitze ausserhalb der Schweiz. Dies gestaltet die Beantwortung von rechtlichen Fragen teilweise schwierig. Erhält man eine Entschädigung bei einem Datenverlust? Übernimmt die eigene Versicherung die Unfallkosten, haftet man selbst oder kann Uber haftbar gemacht werden? Dies sind häufig diskutierte Fragen, auf die es bis jetzt keine klaren Antworten gibt.
Ein weiterer Aspekt ist die Sicherheit. Bei der Cloud ist es schwierig zu beurteilen, wie gut die physischen und virtuellen Systeme vor Eingriffen geschützt sind und wie erfahren und kompetent der verantwortliche Engineer ist. Dies gilt auch für Uber. Es ist schwer bis unmöglich abzuschätzen, was die Expertise des Fahrers ist. Besitzt er eine Taxilizenz oder ist er eine Privatperson? Ist er ein Vielfahrer oder macht er dies nur nebenbei? Diese Faktoren haben natürlich Einfluss auf die Sicherheit des Fahrgasts.

Günstig und einfach aber…

Uber und Cloud sind gut für Personen, die eine schnelle und günstige Lösung wollen. Das Gegenstück zu den beiden Services stellen Taxi- und Hosting-Dienstleister dar. Sie verlangen zwar höhere Preise, bieten im Gegenzug aber auch einen höheren Standard, wie beispielsweise die bereits angesprochene Expertise. Hier kann sich der Kunde davon überzeugen, ob der Engineer oder der Fahrer die nötigen Zertifikate für seinen Beruf besitzt und deshalb über die erforderliche Kompetenz verfügt. Bei Problemfällen ist klar geregelt, welche Partei wie zu haften hat, beispielsweise mittels SLA Verträgen beim Hosting. Während Uber und die Cloud gut geeignet für Standard-Lösungen sind, ist man bei Spezialfällen mit dem Taxi und dem Hosting besser bedient. Eine Anpassung auf die eigenen Bedürfnisse ist hier einfacher möglich. Dadurch entsteht eine höhere Qualität der Dienstleistung, was sich schlussendlich in der Sicherheit niederschlägt. Bevor man sich also für einen Service entscheidet, egal ob Taxi, Uber, Cloud oder Hosting, sollte man gut abschätzen, ob der tiefere Preis das Risiko wettmacht.



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