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Daten: sammeln und horten lohnt sich nicht

   13.10.2012   Daten, Storage, Knowhow


Daten lagern kostet nicht mehr viel Geld. Wer auch nach längerer Zeit schnell und einfach darauf zugreifen möchte, tut gut daran, Datenbestände laufend zu pflegen – und auszusortieren, was nicht mehr benötigt wird. Denn Unordnung führt zu Mehraufwand.


In heutigen Informatikprojekten sieht man immer wieder Anzeichen von Sammelwut: Daten werden angehäuft und durch die sinkenden Preise für Storage Systeme in immer grösser werdenden Datentöpfen deponiert. Ob die Daten überhaupt wieder gebraucht werden, ist meist nicht bekannt oder nicht definiert. Dabei könnte man mit ein paar wenigen Fragen die Sammelwut eingrenzen und bändigen.

Welche Daten werden wirklich benötigt?

Anstatt einfach alle Daten zu sammeln, sollte man sich bereits während der Entwicklung des Projektes überlegen, welche Daten benötigt werden. Je mehr Daten gesammelt werden, desto grösser ist der Aufwand, diese zu speichern und später schnell und einfach darauf zugreifen zu können.

Wie lange benötige ich Zugriff auf diese Daten?

Benötige ich diese Daten online oder können sie auch offline gespeichert werden? Sofern keine laufenden Auswertungen benötigt werden, genügt eine Speicherung offline. Online verfügbare Daten erfordern Ressourcen wie Diskspace, Arbeitsspeicher auf dem System, Zugriffszeiten auf Diskarrays oder Indexes in Datenbanken. Kommt dazu, dass Auswertungen unter Umständen die Performance schmälern. Offline-Auswertungen haben den Vorteil, dass diese auf günstigeren Systemen und ohne Einfluss auf die laufenden Applikationen durchgeführt werden können.

Wie greife ich auf diese Daten zu?

Benötige ich die gesamten Daten oder nur einen Ausschnitt davon? Können zum Beispiel alle Einträge eines Jahres in einer eigenen Tabelle gespeichert werden? Können die Daten nach einer gewissen Zeit komprimiert oder auf externe oder günstigere Speichersysteme wie Tapes ausgelagert werden? Kann ich sicherstellen, dass die Daten in 10 Jahren noch gelesen werden können?
Fazit: Bei den Daten ist es wie zu Hause. Wer nur sammelt und nichts entsorgt, findet nicht mehr, was er benötigt. Und: Aufräumen wird je länger je teurer.



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