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Dank CDN: Weltweit schneller Download von Schweizer Servern

   15.03.2013   Ladezeit, Conversion Rate


Die Schweiz entwickelt sich vom Geld- zum Datentresor. Immer mehr Anwendungen von Firmen im Ausland werden in Schweizer Rechenzentren betrieben. Wenn diese Anwendungen von Usern auf der ganzen Welt verwendet werden, kann das zu Problemen mit Latenzzeiten führen. Glücklicherweise gibt es Content Delivery Networks (CDNs).

Warum ein Content Delivery Network?

Die Schweiz gilt als politisch, ökonomisch und geologisch stabiles Land. Die Infrastruktur ist ausgezeichnet, die Stromversorgung gesichert. Das macht sie attraktiv für die Aufbewahrung von sensitiven Daten und den Betrieb von geschäftskritischen Applikationen. Wenn aber User aus der ganzen Welt auf solche Anwendungen zugreifen wollen, kann das trotz immer leistungsfähigeren Netzen zu Latenzzeiten führen. Die Besucher von Websites tolerieren aber Ladezeiten von mehr als einer Sekunde nicht. Hier kann ein CDN helfen. Es sorgt dafür, dass Content schnell weltweit ausgeliefert werden kann.

Was ist ein Content Delivery Network?

Das Internet besteht aus Tausenden von verbundenen Netzwerken. Daten werden in Paketen von Router zu Router durch diese Netzwerke geschickt. Je grösser die Distanz und je mehr Router zwischen dem Server und dem Empfänger liegen, desto länger die Übertragungszeit. Content Delivery Networks bestehen einerseits aus einem Netzwerk, das die wichtigsten Bevölkerungszentren mit möglichst wenig Zwischenstationen (Routern) verbindet. Andererseits bieten CDNs in diesen Bevölkerungszentren sogenannte Edge Server an. Auf diesen Servern werden Dateien zwischengespeichert (gecached), sodass sie nicht jedes Mal um die halbe Welt geschickt werden muss, wenn sie angefragt werden. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass die Last auf den eigenen Servern reduziert wird, da viele Anfragen von den CDN-Servern bedient werden.

Was sind die Nachteile von CDNs?

CDNs sind nicht gratis, es muss also mit zusätzlichen Kosten gerechnet werden. Ausserdem vergrössern sie die Komplexität beim Entwickeln, denn die Eigenheiten von Caching-Mechanismen müssen berücksichtigt werden. CDNs sind daher auch nicht geeignet für dynamischen Content bzw. wenn eine Site verschiedene Versionen für verschiedene Devices anzeigt (Tablets, Mobile). Zudem besteht die Gefahr, dass bestimmte CDN-Anbieter von Netzwerkfiltern geblockt werden und der Content gar nicht erst zum Empfänger kommt.

Weiterführende Links:
aspectra Blog: „Ladezeit killt Conversion Rate“
Wikipedia: Content delivery network



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