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Anforderungen an den Systems Engineer im Wandel

Loris Pandiani    15.03.2016   Virtualisierung, Systems Engineer, Jobs


Die Virtualisierung bringt einige Veränderungen für den Beruf des System Engineers mit sich. Wie wirkt sich das auf den Arbeitsalltag aus?

Früher musste der Systems Engineer für ein Projekt mehrere physische Server einbauen und verkabeln. Bei virtuellen Server ist ein Besuch im Rechenzentrum nun höchstens noch nötig, um einen ESX Server einzubauen. Bei aspectra gibt es für diese Tätigkeit ein, zwei verantwortliche Personen, wodurch den System Engineers weitere Besuche im Rechenzentrum erspart bleiben, da sie die virtuellen Server auf dem ESX vom Büro aus aufsetzen können.

Weiter verändert sich das Incident-Management. Früher mussten Systems Engineers bei Problemen mit physischen Servern, beispielsweise wenn man ihn nicht mehr via RDP erreichen konnte, den Weg ins Rechenzentrum auf sich nehmen. Vor Ort wurde dann geschaut, welche Fehler sich eingeschlichen hatten. Die zunehmende Anzahl virtueller Server erspart dem System Engineer immer häufiger den Gang ins RZ. Er kann sich einfach von seinem Arbeitsplatz aus ins Management Tool des virtuellen Servers einloggen und dort die Problemanalyse durchführen.

Der Systems Engineer kann demnach heutzutage viel mehr von seinem Arbeitsplatz aus erledigen. Diese Veränderung zeigt sich auch, wenn man die Eintrittslogs des RZ betrachtet. Im Jahr 2012 waren die Systems Engineers zusammen 521 Mal im Rechenzentrum. Letztes Jahr waren es hingegen 454 Besuche. Natürlich könnte es sein, dass 2015 weniger System Engineers bei aspectra beschäftigt waren. Genau das Gegenteil ist aber der Fall: 2015 hat aspectra 5 System Engineers mehr beschäftigt. Interessant ist zudem, dass die Besuche des Base Teams über die Jahre hinweg zugenommen haben.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass tatsächlich ein Wandel im Beruf des Systems Engineers stattfindet. Er löst Probleme zunehmend vom Arbeitsplatz aus und erledigt selbst weniger handwerkliche Arbeiten vor Ort, wie Kabel ziehen und Server einbauen. Für diese Tätigkeiten sind nun vielmehr einige wenige Personen zuständig, die dafür auch häufiger im Rechenzentrum anzutreffen sind.