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Steuererklärungen werden ab 2021 in ZH komplett papierlos

   17.02.2021   Digitalisierung, e-Government
reading glasses on a laptop | © Craig Garner on Unsplash

Amtliche Geschäfte kundenfreundlich machen? Doch, das geht, wie das Steueramt des Kt. Zürich beweist.


Die Digitalisierung schreitet voran

Obwohl es im Kanton Zürich seit 2013 möglich ist, die Deklarationsdaten der Steuererklärungen digital zu übermitteln, mussten bisher Freigabequittungen sowie die benötigten Unterlagen eigenhändig unterschrieben werden. Folglich haben viele gleich den ganzen Stapel ausgedruckt und auf dem Postweg eingereicht. Dementsprechend wurden bisher die Deklarationsdaten von nur etwa 20% der Steuererklärungen online, mit der Webapplikation ZHprivateTax,  übermittelt, während weitere 30% der Steuerpflichtigen ihre Steuererklärungen mit der Software PrivateTax offline bearbeiteten — was den Aufwand zwar reduzierte, aber nicht im gewünschten Umfang. 

Ohne Medienbruch

Mit dem Papierkrieg ist nunmehr Schluss, denn aufgrund der angepassten Bundesgesetzgebung (keine eigenhändige Unterschrift nötig) kann die Steuererklärung der Periode 2020 tatsächlich durchgehend online erstellt und eingereicht werden. Und als Sahnehäubchen obendrauf gibt es sogar eine deutlich verbesserte User-Experience. Die wichtigsten Neuerungen sind:

  1. Vereinfachter Zugang: Die Anmeldung erfolgt nicht mehr mehrstufig, sondern in einem Zug mit Eingabe der AHV-Nummer und einem zuvor per Post erhaltenen Zugangscode
  2. Import der Vorjahresdaten
  3. Dynamische Wegleitung: der entsprechende Teil wird beim Abfüllen automatisch eingeblendet
  4. Unkomplizierter Upload sämtlicher Unterlagen, entweder per File-Upload oder per Mobilgerät-Scan. Die Beilagen können direkt an die Steuererklärung angehängt werden
  5. Einfache Validierung: Keine Unterschrift mehr nötig vor dem Abschicken; das System prüft automatisch, ob alles korrekt erfasst worden ist.

Mit rund 1'000'000 Steuererklärungen hat der Kanton Zürich landesweit mit Abstand am meisten entsprechenden Verwaltungsaufwand. Von der Erleichterungen erhofft die Finanzdirektion eine deutliche Erhöhung des Anteils der Online-Steuererklärungen und eine Senkung des administrativen Aufwands. Dadurch sparen beide Seiten, Bevölkerung wie auch die Verwaltung, viel Zeit - und Nerven.




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